Patienten

In den Jahren seit 1994 wurden rd. 750.000 ambulante und stationäre Patienten im Hospital betreut, 70% davon waren Frauen und Kinder. Zusätzlich werden ca. 80.000 Impfungen pro Jahr verabreicht. Das Einzugsgebiet reicht bis nach Kabul und z.T. über die Nachbarprovinzen hinaus.

 

 

 

 

 

 

Alle Patienten werden in allgemeinen Gesundheitsfragen unterwiesen. Mütter erhalten eine spezielle Mutter/Kind-Gesundheitsberatung. Ambulante Patienten müssen eine geringe Summe für die Konsultationen bezahlen. Medikamente erhalten sie zum halben Bazarpreis

Die stationären Patienten dagegen werden völlig kostenfrei behandelt. Ihre  Begleitpersonen - nach afghanischer Sitte lässt man einen Patienten niemals allein im Krankenhaus - werden mit aufgenommen. Auch sie erhalten freie Kost und Logis, müssen diese aber durch die Übernahme der Grundpflege ihrer kranken Angehörigen erarbeiten. Dazu gehören das Waschen der Patienten, die Versorgung seiner Wäsche, das Holen des Essens - gegebenenfalls muss gefüttert werden. Von besonderer Bedeutung ist die nächtliche Wache. Es gibt nachts keinen Strom, also auch keine Patientenklingel um nach Hilfe zu rufen, falls sich der Zustand des Patienten verschlimmert.

Weiterhin müssen auch sonstige anfallenden Arbeiten von den Angehörigen erledigt werden. So ergibt sich daraus für das Hospital eine Personalersparnis und für jeden Ärmsten die Chance einer kostenfreien Behandlung.

Häufigste Behandlungsfälle

  • Unfälle, Verletzungen, Verbrennungen

  • Kriegs- und Minenverletzungen

  • TB, Typhus, Malaria, Atemwegserkrankungen

  • Unterernährung, Anämie, Rheumatismus, Wurmkrankheiten, Hirnschlag

  • Durchfallerkrankungen, Infektionen (vor allem bei Kindern)

  • normale und Risikoschwangerschaften

Medizinisches Angebot

Das Hospital besitzt eine voll funktionsfähige Operationsabteilung, eine Röntgenabteilung, EKG, ein hochmodernes Ultraschallgerät, ein gut ausgestattetes Labor mit mehreren Laboranten, eine Apotheke, eine Physiotherapie-Abteilung (betrieben von UNDP/CDAP) und ein regionales Impfzentrum mit drei Impfassistenten betrieben vom schwedischen Komitee für Afghanistan.


Im Jahr 1999 wurde vom Leprahilfswerk LEPCO direkt neben dem Hospital eine TB-Klinik gebaut. Zwischen den beiden Einrichtungen besteht eine gute Kooperation.

Seit 2003 verfügt das Hospital auch über eine zahnärztliche Station.